GAP YEAR – Pausen können wichtig sein – auch in der Pandemie

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Kein Plan davon, wie es weitergeht? Eine Orientierungsphase kann Dich retten.

In der letzten Zeit ist ein Gap Year sehr beliebt geworden. Wenn man Gap Year wörtlich übersetzt, dann bedeutet es „Lückenjahr“. Von einer ungefüllten Lücke, in der nichts passiert und man nur abhängt, kann jedoch nicht die Rede sein. Denn diejenigen, die sich zwischen Schule und Studium oder Ausbildung, zwischen Bachelor und Master oder aber vor dem Antritt einer Arbeitsstelle diese Zeit nehmen, füllen sie mit ganz unterschiedlichen Aktivitäten.

Die Beweggründe für ein solches Jahr sind sehr verschieden. Viele wissen noch nicht, welchen Beruf sie ergreifen wollen, auch nicht welche Ausbildung oder welches Studium sie absolvieren möchten. In diesem Falle dient das Jahr der Orientierung. Man sammelt Erfahrungen, hat Zeit zum Nachdenken, probiert sich aus, um entscheiden zu können, was zu einem passt und was nicht.

Wer bereits weiß, wohin er beruflich möchte, nutzt das Jahr, um sich fit zu machen für die Ausbildung oder das Studium. Hier bieten Vorbereitungsprogramme, Sommerschulen, Weiterbildungen und Praktika im Rahmen eines Studienvorbereitungsjahres die Möglichkeit seine Fertigkeiten und Kenntnisse zu erweitern.

Andere wollen einmal raus aus dem bisherigen Leben, möchten Lebenserfahrung sammeln. Wann hat man noch einmal die Möglichkeit, sich Zeit für die Dinge zu nehmen, zu denen man einfach Lust hat. Andere wiederum brauchen Erholung von einem als stressig empfundenen Alltag, Zeit um zu sich zu kommen, Zeit um zur Ruhe zu kommen und sich über seine Lebensziele klar zu werden. Auslandsaufenthalte bieten sich hier an.

Entscheidungen fallen auch im freiwilligen sozialen Jahr oder im freiwilligen ökologischen Jahr. Wie auch in manchem Ehrenamt oder Praktikum kann man sich hier beweisen, erproben und ausprobieren. Man sollte nicht denken, dass sich ein solches Jahr schlecht im Lebenslauf macht – im Gegenteil. Es zeigt auch späteren Chefs, dass man bereit ist Erfahrungen zu sammeln, offen für Neues ist. Immer wieder kriegen wir bei den Young Potentials zu hören, dass man selbständiger in einem solchen Jahr wird, wertvolle Erfahrungen gesammelt hat oder auch eine Entscheidung für das spätere Berufsleben getroffen hat.

Wenn man es richtig anpackt, dann kann von Abhängen nicht die Rede sein. Das Gap Year unter Coronabedingungen stellt uns vor neue Herausforderungen, aber auch die können wir meistern.